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Festschrift zum Jubiläum 3 x 11 Jahre 2009 / 2010

Geschichte der K.G. Schwarz-Weiss Buschhausen 1977 e.V.

1. Die ersten 11 Jahre: Gründung und Aufstieg

Die Karnevalsgesellschaft Schwarz-Weiss Buschhausen wurde am 6. Mai 1977 von einer Gruppe geselliger Menschen gegründet. Gründungsmotiv war die Hoffnung, dass sich viele Menschen aller Altersstufen zusammenfinden würden, die 'Spaß an der Freud' haben. Tatsächlich konnte unsere Gesellschaft in diesem ersten Jahr viele Mitglieder werben, die sich aktiv an der Gestaltung des Karnevals beteiligten. Was damals noch keiner wusste, bzw. wissen konnte: es sollte ein bewegtes Vereinsleben geben. Die Anfänge setzte man in der damaligen Gaststätte 'Pierenkämper', dem heutigen 'Alt Buschhausen'. Dort wurde für die erste Veranstaltung noch kräftig eingeheizt (im wahrsten Sinne des Wortes). Hier zeigten sich die wahren Idealisten.

Im Jahre 1980 stellten wir als damals jüngste Gesellschaft im Groß Oberhausener Karneval den Stadtprinzen Herbert I. (Striebosch).

Nach der Schließung der Gaststätte 'Pierenkämper' versuchte man, dem Vereinsleben in der Gaststätte 'Zur Stadt Oberhausen' einen neuen Rahmen zu geben.  Damit war aber keine neue Heimat gefunden, es ging weiter über die Gaststätten 'Bürgerkrug' und 'Theißen', wo wir überall freundliche Aufnahme fanden, aber immer weiter aus dem Bereich Buschhausen herauskamen.

Neben dem Aufschwung im karnevalistischen Bereich war die K.G. Schwarz-Weiss Buschhausen auch im sportlichen Bereich überaus erfolgreich. Sie errang im Jahre 1985 den von der AOK (Jupp Feser) gestifteten Pokal 'Narren spielen Fußball'.

1986 war es dann endlich soweit. Wir zogen wieder in unsere alte Heimat. Das neue Wirtehepar, Bernadette und Wolfgang Mazoni, von 'Alt Buschhausen' sagten 'ja' zum Karneval und damit auch zu uns. Die erste Veranstaltung im Saal von 'Alt Buschhausen' war eine Altweibersitzung, die viel Zuspruch fand.

Vom Erfolg des Vorjahres angespornt, wagten wir es im Jahre 1987, wieder zwei Karnevalsveranstaltungen in 'Alt Buschhausen' durchzuführen. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Beide Veranstaltungen Altweiber-Fastnacht und Kirmeskonfetti am Karnevalssamstag wurden von der Buschhausener Bevölkerung rege besucht. Nicht nur im Karneval vesuchten wir in diesem Jahr aktiv zu sein. Mit Hilfe der Bewohner vom Buschmannsfeld veranstalteten wr erstmalig in der Geschichte der KG ein Straßenfest in Buschhausen. Dank eines sehr gut gesonnenen Wettergottes und mit großer Unterstützung der Bewohner von Buschmannsfeld, wurde auch unser erster Ausflug ins 'Nichtkarnevalsleben' ein großer Erfolg.

2. Die zweiten 11 Jahre: Die KG wird zur festen Größe im Oberhausener Karneval

1989 dann unser erstes närrisches Jubiläum, 11 Jahre Karneval passierten Revue. Im gleichen Jahr versuchten auch unsere Herren zum Programm beizutragen. Sie begeisterten durch die gekonnte Darbietung eines Mänerballetts.

1990 gesellte sich zu den zwei bestehenden Veranstaltungen noch eine dritte dazu, der Kinderkarneval. Die kleinen Narren waren außer Rand und Band, es wurde eine runde Sache.

1991 hatten wir wiederum drei Veranstaltungen, die sehr große Zustimmung bei der Bevölkerung fanden. Die KG nahm mit zwei sehr schönen Narrenwagen an den Zügen in Osterfeld, Oberhausen, Alstaden und Vondern teil. Sogar die Presse wurde aufmerksam, und in der Zeitung war zu lesen 'Das Narrenschiff der KG Schwarz-Weiss Buschhausen zog durch unsere Straßen'.

Bei der Jahreshauptversammlung 1992 wurde es dann ernst. Es waren sehr viele Posten neu zu vergeben, da einige Herren des Vorstandes das ihnen entgegegebrachte Vertrauen missbraucht hatten. Der neue Vorstand begann sofort mit den Aufräumungsarbeiten. Sehr schnell gelang es ihm Ruhe in den Verein zu bringen.

Dank der erfolgreichen Arbeit des neuen Vorstandes wurde das Jahr 1993 zu einem der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der KG. Alle eranstaltungen waren im Nu ausverkauft und fanden großen Anklang.

Für die Session 1994 hatten wir es zusätzlich geschafft, eine Kindertanzgarde auf die Beine zú stellen, die mit viel Ehrgeiz trainierte. Auf der Prunksitzung zeigte´sich dann der Erfolg unserer Arbeit. Wir hatten zu dieser Sitzung von allen Gesellschaften Delegationen eingeladen. Diese bestätigten uns ausdrücklich, es wäre eine phantastische Veranstaltung. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten. Riesige Begeisterung wurde unserer Kindergarde zuteil, die gerade 1/ 2 Jahr von Elke Waßermann und Carmen Kleinebrink trainiert wurde. Uneingeschränktes Lob auch vom Hauptausschuß-Präsidenten Adolf Stefenhag, der den Auftritt mitverfolgte.

Auch das Jahr 1995 brachte unserer Gesellschaft einen weiteren Aufschwung. Zum einen war unsere Veranstaltung 'Tanz in den Mai' restlos ausverkauft und ein voller Erfolg. Zum anderen nahm unsere Garde erstmalig an dem BDK - Qualifikationztanzturnier als einzige Garde aus Oberhausen teil. Elke Waßermann als Gardeleiterin war nervöser als die Kinder, die aber meisterten ihren Auftritt mit Auszeichnung.

Einen weiteren Erfolg konnten wir 1996 mit der Veranstaltung 'Hoppediz-Erwachen' verbuchen, zu der fast alle Gesellschaften Abordnungen sandten. Viele namhaften Künstler nahmen daran teil und waren Garanten für einen großartigen Erfolg.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden einige Posten neu vergeben. Ein neuer 1. Vorsitzender wurde gewählt, der als erste Amtshandlung Bernd Dunskus zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Diese Ernennung war Auszeichnung für seine über Jahre hervorragende Vereinsarbeit. Bernd Dunskus nahm diese Auszeichnung auch an, meldete sich aber nach zwei Wochen aus unerklärlichen Gründen von der KG ab. Wir wünschten ihm trotzdem alles Gute.

Eins bleibt noch zu nennen, wir veranstalteten eine Trike-Tour von Buschhausen nach Holland, die wohl das größte Aufsehen verursachte. Selbst der Stau auf der Autobahn durch Schaulustige war ein Erlebnis.

Einen weiteren Erfolg brachte uns das Jahr 1997. Wir hatten es verstanden, mit neuen Ideen die Mitgliederzahl um ein vielfaches zu erhöhen. Dies alles war aber nur möglich durch den Einsatz und das Engagement unseres Präsidenten Jürgen Waßermann. Die Hoppedizveranstaltung ist zu einem Geheimtipp in Oberhausen und eine feste Größe im Buschhausener Karneval geworden.

3. Die dritten 11 Jahre: Das Gründungsmotiv 'Spass an der Freud' erfüllt sich.

Das Jahr 2001 war überschattet durch den plötzlichen Tod unseres Präsidenten Jürgen Waßermann. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens wurde er aus der Mitte des Lebens gerissen. Zu seinem Nachfolger wurde Ludger Decker gewählt, der versprach, die Geschichte der KG im Sinne seines Vorgängers weiter zu schreiben. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde die Gesellschaft breit gefächert ausgerichtet.

2003 wurde der Ordensempfang als vierte Vereinsveranstaltung eingeführt. Mit unseren nunmehr vier Veranstaltungen - Sessionseröffnung, Weiberfastnacht, Prunksitzung und Ordensempfang - entwickelte sich die KG zu einer der großen Gesellschaften in Oberhausen. Eine ähnlich rasante Entwicklung nahm die Teilnahme an den Oberhausener Karnevalszügen. Seit 2003 war die KG in Osterfeld, Oberhausen, Vonderort und Alstaden beteiligt. Hinzu kam noch ein Engagement mit Antenne Ruhr auf dem Karnevalsumzug in Mülheim. Um diese Aktivitäten auch logistisch zu händeln, musste der Fuhrpark stark vergrößert werden. Im gleichen Jahr wurde ein Sattelauflieger von der KG Damp Drauf übernommen.

2004 wird Wilhelm Schwickrath zum 1. Vorsitzenden der KG Buschhausen gewählt. Er löst den langjährigen Vorsitzenden Karl-Heinz Illigen ab, der die Entwicklung der KG entscheident beeinflusst hat. In diesem Jahr wurde zusätzlich ein Trecker als Zugmaschine erworben, um die Teilnahme am Oberhausener Karnevalszug weiter auszubauen. Eine positive Entwicklung auch bei unserer Prunksitzung am Karnevalssamstag. Sie hat sich zu einem Highlight im Oberhausener Karneval entwickelt und ist restlos ausverkauft. Die komplette karnevalistische Prominenz gibt sich hier ein Stelldichein und der Chronist der WAZ schreibt: 'Hier herrscht unverfälschtes karnevalistisches Treiben auf höchstem Niveau'.

Mit einem tragischen Unfall endete der Umzug in Vonderort im Jahre 2005. Kurz nach dem Ende des Zuges verunglückte das Vereinsmitglied Anja Heßling beim Verlassen des Motivwagens tödlich. In Respekt vor der Toten und deren Angehörigen wurden die karnevalistischen Aktivitäten im Jahre 2006 erheblich reduziert.

2007 stand die weitere Öffnung der KG Buschhausen zu den örtlichen Vereinen auf dem Programm. Mit dem Allgemeinen Bürgerschützenverein Buschhausen, dem Tambourchor Rheinklänge und dem Sportclub Buschhausen 1912 gibt es nunmehr eine enge Zusammenarbeit mit dem Ziel, das karnevalistische Brauchtum weiter im Ortsteil zu verankern.

In diesem Jahr nun blickt die KG auf ein 33jähriges Bestehen zurück. Mit dem Motto

'2010 feiert unsere Kultur, 3 x 11 Jahre Karneval pur'

zeigen wir auf, dass Karneval Kulturgut ist und somit auch ein wesentliches Element der Kulturhauptstadt Oberhausen 2010. Vorstand, Elferrat, Senatoren und Ehrenmitglieder werden auch in den kommenden 11 Jahren nicht aufhören, dieses Kulturgut in die Säle und auf die Straßen zu tragen.